Die nächsten Gesprächskonzerte:


Donnerstag, 15. Oktober 2009 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Musikclub, 20:00 Uhr.
Als Zigeuner verfolgt. Oskar Siebert, Geiger und Jazzgitarrist aus dem Wedding

Donnerstag, 10. Dezember 2009 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Musikclub, 20:00 Uhr.
Raum und Reihe. Wladimir Vogel und seine Klaviermusik

Donnerstag, 18. Februar 2010 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Musikclub, 20:00 Uhr.
Trotz aller Erfolge aus dem Amt gejagt. Der Komponist und Hochschuldirektor Hans Gál

Donnerstag, 20. Mai 2010 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Musikclub, 20:00 Uhr.
Unterstellungen und Ressentiments. Heinrich Kaminski und das NS-Regime

Donnerstag, 17. Juni 2010 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, Musikclub, 20:00 Uhr.
Letzte Zuflucht Shanghai. Die Komponisten Wolfgang Fraenkel und Julius Schloss im Exil

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Sonderkonzerte mit Beiprogramm:


Auf der Suche nach einer jüdischen Musik: Komponisten des Jüdischen Kulturbunds Berlin
8.-10. Oktober in der Akademie der Künste am Hanseatenweg
Karl Wiener Sie sahen sich als Deutsche, die rassisch verfolgten Künstler um Kurt Singer, die 1933 in Berlin den Kulturbund Deutscher Juden gründeten. Aber für die Gestapo gab es nur Juden und keine deutschen Juden, weshalb der Name schon 1935 in Jüdischer Kulturbund geändert werden musste. Mehr und mehr drängte der NS-Staat dieser Selbsthilfeorganisation ein jüdisches Repertoire auf. Eine verzweifelte Suche nach jüdischen Themen begann, etwa nach alttestamentarischen Stoffen in Händel-Oratorien. Gab es außerhalb der Synagoge eine jüdische Kunstmusik? Komponisten wie Oskar und Alfred Guttmann, Arno Nadel, Jakob Schönberg und Karl Wiener (im Bild) stellten sich dieser Herausforderung.
Musikalisch-literarische Veranstaltungen, Filme sowie eine Podiumsdiskussion sollen ein lebendiges Bild von diesen vergessenen Musikern vermitteln. Der Musikwissenschaftler und Pianist Jascha Nemtsov, von dem die Konzeption stammt, musiziert mit Verena Rein (Sopran), Jörg Schneider (Bariton), Maria Stabrawa (Violine), Jan Grüning (Viola) und Jakob Spahn (Violoncello). Die Geigerin und der Cellist sind Mitglied der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Die Reihe wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit des Fördervereins musica reanimata mit der Akademie der Künste, der Stiftung Berliner Philharmoniker, der GEMA-Stiftung, der Pro Musica Viva Stiftung sowie dem Deutschlandfunk.

Programmablauf:
Donnerstag, 8. Oktober, 20 Uhr: Konzert I
Freitag, 9. Oktober, 17 Uhr: Film. Eintritt: 5 Euro / erm. 3 Euro
Freitag, 9. Oktober, 20 Uhr: Konzert II
Samstag, 10. Oktober, 16 Uhr: Podiumsdiskussion, Eintritt frei
Samstag, 10. Oktober, 20 Uhr: Konzert III
Eintritt zu den Konzerten: jeweils 15 Euro / erm. 10 Euro
Sonderpreis für alle drei Konzerte zusammen 35 Euro / erm. 25 Euro

Konzert 1: JAKOB SCHÖNBERG
Jakob Schönberg (1900-1956)
Zwei jiddische Lieder für Sopran und Klavier
Chassidische Suite für Klavier
2 hebräische Lieder für Sopran, Violine und Bratsche
6 hebräische Lieder für Bariton und Klavier
Quartett für Violine, Bratsche, Violoncello und Klavier

Film
"Es waren wirklich Sternstunden. Der Jüdische Kulturbund 1933-1941"
Ein Film von Henryk M. Broder und Eike Geisel (BR u. SFB 1988).
Einführung: Henryk M. Broder.

Konzert 2: ARNO NADEL und KARL WIENER
Arno Nadel (1878-1943)
Sabbat-Suite für Streichtrio (mit Sopran)
„Der Alef-Bejs“. Studie über das Volkslied von Warschawski für Sopran und Streichtrio
Bearbeitungen jüdischer Volkslieder für Gesang und Klavier
Karl Wiener (1891-1942)
Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ für Bariton und Klavier
Zwei Klavierstücke für die linke Hand op. 9
– Intermezzo
– Impromptu
Sonate für Violine und Violoncello
Drei Lieder op. 37 auf Texte von Arno Nadel für Sopran und Klavier

Podiumsdiskussion
Teilnehmer: Wolfgang Trautwein, Volker Kühn, Jascha Nemtsov, Albrecht Dümling,
Thomas Lackmann (Diskussionsleitung)

Konzert 3: OSKAR GUTTMANN UND ALFRED GOODMAN
Oskar Guttmann (1885-1943)
Hafis, 13 Lieder für Sopran und Klavier
Alfred Goodman (1919-1999)
„Three Meditations on Israel“ für Klavier
Bearbeitungen hebräischer Volkslieder für Bariton und Klavier (Berlin, 1937–1938)
Quartett für Violine, Bratsche, Violoncello und Klavier (Berlin 1938)

Ausführende:
Jascha Nemtsov, Klavier und Konzeption
Verena Rein, Sopran
Jörg Schneider, Bariton
Maria Stabrawa*, Violine
Jan Grüning, Viola
Jakob Spahn*, Violoncello
Mathias Eysen, Sprecher
* = Mitglied der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker

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musica reanimata ist Träger des Kritikerpreises für Musik 2006 des Verbandes der Deutschen Kritiker e.V. [Kritikerpreis »]

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Im September 2005 erschien der Band 19 der Schriftenreihe "Verdrängte Musik":
Blanka Červinková (Cervinkova): Hans Krása. Leben und Werk
Aus dem Tschechischen übersetzt von Hana Smoliková, redaktionelle Bearbeitung: Albrecht Dümling.
228S., zahlreiche Abb. und Notenbeispiele, 25 Euro; ISBN 3-89727-305-5
Die erste vollständige Biographie Hans Krásas behandelt ausführlich das Leben des Komponisten in seinem Umfeld in Prag und Paris sowie während seiner Gefangenschaft in Theresienstadt. Die Autorin beschreibt sämtliche Werke von den Morgenstern-Gesängen op. 1 bis zu den in Theresienstadt geschriebenen Kompositionen. Der Band wird ergänzt durch ein kommentiertes Werkverzeichnis, Auszüge aus der Korrespondenz des Komponisten mit dem Verlag Universal Edition, Personenregister und eine Liste von Aufführungen von Krásas Werken in Terezín.

Zu bestellen per Fax: 0681- 4163395
oder e-mail: info@pfau-verlag.de
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